Ein Stück weit selbst ausbilden - 3

Philipps-Universität Marburg

PHILIPP-Magazin - Philipps-Universität Marburg

Das PHILIPP-Magazin in Marburg hat es innerhalb relativ kurzer Zeit zu einer echten Institution geschafft. Was als Idee der beiden Politik-Studentinnen Katharina Meyer zu Eppendorf und Leonie Ruhland im April 2014 entstand, ist mittlerweile zu einem großen Redaktionsteam angewachsen. Dabei beschränkt sich das PHILIPP-Magazin nicht nur auf regionale Themen, sondern wagt sich immer öfter auch auf internationales Terrain. So konnten sie sogar den Ex-Finanzminister Griechenlands und Finanzexperten Yanis Varoufakis im Februar 2016 für ein Interview gewinnen. Leonie Ruhland erzählt sichtlich stolz: „Bei jeder anderen Zeitung müsste ich erst mal 15 Jahre Berufserfahrung sammeln, um Varufakis interviewen zu dürfen. Das ist der Vorteil, wenn man sein eigenes Magazin hat“, lacht sie. Und Mitgründerin Katharina Meyer zu Eppendorf fügt an: „Im Grunde bilden wir uns hier mit unserem Magazin ein Stück weit selbst aus. Wir erarbeiten uns Strukturen, setzen uns Milestones und lernen redaktionellen Alltag kennen. Die ganze Branche muss sich ja im Moment neu erfinden. Der Beruf des Journalisten ist einem permanenten Wandel unterzogen und muss immer auf den Markt reagieren. Was gibt es besseres, als es einfach selbst in die Hand zu nehmen.“ Die beiden schauen aber auch immer wieder über ihren eigenen Tellerrand. Leonie Ruhland beispielsweise macht gerade ein Praktikum bei der Redaktion des „konkret-Magazins“ in Hamburg und schafft damit einen echten Spagat aus Studium, Praktikum und eigenem Magazin. „Seit ich denken kann, wollte ich Journalistin werden. Das, was ich hier gerade tue, ist das, was ich immer schon machen wollte.“

Für die Online-Ausgabe von PHILIPP produziert das Redaktionsteam gerade einen Stop-Motion-Film zur Kommunalwahl. Sie nutzen dafür den romantischen Dachboden ihrer WG mit Blick auf das Marburger Schloß. Hier über den Dächern Marburgs kommt das auf mittlerweile 13 Leute angewachsene Redaktionsteam regelmäßig zusammen, um die nächsten Artikel zu planen oder um einfach organisatorische Fragen zu klären. Es gibt schlechtere Plätze, um kreativ zu sein.

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