Die Avioniker - 3

Hochschule RheinMain

Elektro- und Luftfahrttechnik an der Hochschule RheinMain

Nicht nur für den Bereich Luftfahrttechnik stehen zwei Simulatoren zur Verfügung, auch die Studierenden der Elektrotechnik in der Studienrichtung Elektromobilität können am echten Modell üben. Zur Verbesserung der Lehre hat die Opel AG der Hochschule RheinMain vor einem Jahr die komplette Elektronik eines Opel Meriva als Prüfstand zur Verfügung gestellt. Es ist alles da und kommuniziert miteinander: Bremslichter, Fensterheber, Klimaanlage, Blinker, Radio, usw. Nur die Karosserie und der Motor fehlen. “Aufgrund des Opel-Standorts Rüsselsheim entstehen an der Hochschule viele Abschlussarbeiten. Allein zu diesem Fahrzeug haben wir hunderte interne Dokumente”, erklärt Professor Matthias Harter. Die Software des Meriva spielt alles durch, was in einem echten Fahrzeug auch passieren würde. “Auch hier liegen unsere Schwerpunkte in der Lehre auf Security, also der Sicherheit des Geräts vor Manipulationen des Benutzer und Safety, die Sicherheit des Benutzers vor Defekten des Geräts.” Der Prüfstand des Opel Meriva, der im 5. Semester zum Einsatz kommt, wurde so wie er nun auch an der Hochschule den Studierenden zur Verfügung steht, von den Ingenieuren bei Opel in der Entwicklung benutzt. Das lässt erkennen, auf welch hohem Niveau die Lehre in Rüsselsheim stattfindet. Deshalb ist es zu empfehlen, dass man bereits im Vorhinein ein Interesse an naturwissenschaftlich-technischen Fragestellungen mitbringt, die in Verbindung mit Luftfahrttechnik, Elektrotechnik und Mobilität stehen. Dann lernen die Studierenden,  Entwicklungsprozesse und Projekte wirtschaftlich und technisch zu planen, zu steuern, zu optimieren und zu überwachen. Diese Kenntnisse befähigen dann komplexe technische Zusammenhänge zu analysieren und auf dieser Basis fundierte Entscheidungen zu treffen und zwar in den Bereichen Wartung, operatives Geschäft, Qualitätsmanagement, Entwicklung und Projektmanagement. “Die Einsatzmöglichkeiten sind für unserer Absolventen und Absolventinnen absolut breit gefächert und nicht auf die Luftfahrt- oder Automobiltechnik beschränkt”, sagt Professor Matthias Harter.
Und welche berufliche Zukunft sehen die Studierenden für sich? “Das liegt doch auf der Hand”, sagt Michael Wälther, “wir bauen fliegende Autos”.

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