Gründen leicht gemacht - 2

Philipps-Universität Marburg

Das MAFEX- Institut der Philipps-Universität in Marburg

Die Welt verbessern - das ist auch das Ziel von Zacharias Wittmann, Marten Welschbach und Artem German. Und dafür realisierten sie die Online-Plattform Compagnion2GO.  Initiator der Projektidee ist Zacharias Wittmann, der auf seinen vielen Reisen selbst die Erfahrung machen musste, dass Rollstuhlfahrer vor Barrieren stehen und oft auf Hilfe angewiesen sind. “Ich hatte unterwegs auch oft positive Erlebnisse, aber dazu musste ich immer auf andere Menschen zugehen, weil sie sich umgekehrt nicht trauen, mich anzusprechen”, erzählt Wittmann. Daraus entstand die Idee, Menschen mit und ohne Behinderung zu verbinden, um Hemmschwellen abzubauen. Und zwar über gemeinsame Interessen. “Ich definiere mich nicht über meinen Rollstuhl. In erster Linie bin ich Zacharias. Ich studiere Sportwissenschaften, spiele gern Basketball und mag den FC Bayern München. Und wenn ich Menschen treffe, die meine Interessen teilen, dann verschwindet das Gefälle Hilfsbedürftiger auf der einen, Helfender auf der anderen Seite. Dann begegnen wir uns auf Augenhöhe”.

Und so funktioniert das Prinzip: Menschen mit Behinderung haben auf Compagnion2Go die Möglichkeit, registrierte User unserer Webplattform zu finden, die sie als Begleitpersonen bei ihren Unternehmungen unterstützen würden. Begleitpersonen handeln dadurch sozial, sind für die Unterstützung des Menschen mit Behinderung verantwortlich und genießen dabei die finanziellen Vorteile durch kostenlosen bzw. ermäßigten Eintritt bei Konzerten, im Kino oder Fußballstadion. Die Registrierung soll grundsätzlich für jeden Nutzer kostenlos sein. Finanzieren will sich das Unternehmen über die Kontaktgebühr von mindestens 1,99 Euro plus Provision, die pro gebuchter Interaktion gezahlt werden muss. “Wir sind kein gemeinnütziger Verein”, erläutert Zacharias Wittmann. “Wir wollen mit Compagnion2GO etwas sinnstiftendes Tun, aber auch Geld verdienen”. Ein Konzept, dessen Erfolgsaussichten aus mehreren Gründen gut stehen.  Zum einen handelt es sich bei Inklusion um eines der großen gesellschaftlichen Zukunftsthemen, zum anderen gibt es aktuell keinen Wettbewerber, der eine inhaltlich oder konzeptionell gleiche Dienstleistung am Markt anbietet. Die Idee ist also nicht nur gut, sondern die Welt auch definitiv dafür bereit.

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