Wunderland der technischen Möglichkeiten - 3

Hochschule Fulda

Das Media Lab im Fachbereich Angewandte Informatik an der Hochschule Fulda

Das Media Lab/UsabilityLab wird gemeinsam vom Fachbereich Angewandte Informatik und dem Kompetenzzentrum für Computer-Mensch-Interaktion, kurz KCMI, betrieben. Hier forschen nicht nur Studierende der Universität, sondern es werden auch Projekte für oder in Kooperation mit hessischen Unternehmen durchgeführt. “Unsere Adressaten sind dabei kleine und mittlere Unternehmen, für die Forschungen im Bereich Mensch-Computer-Interaktion ganz klar ein finanzielles Ressourcenproblem darstellt”, erläutert KCMI-Mitarbeiter Rainer Blum. Durch die Betreuung des KCMI entsteht ein positiver Synergieeffekt: Die Unternehmen erhalten Unterstützung bei ihren Fragestellungen, in deren Beantwortung Studierende der Hochschule Fulda ganz praxisnah eingebunden sind. Ganz aktuell geschieht das beim Projekt “FLIN” (Fluent Interaction On Mobile Devices). “Das Ziel des Projektes Flin war die interaktive Nutzung großer und komplexer 3D-Daten auf mobilen Endgeräten durch 3D-Cloud-Rendering mit Verringerung von Latenzen aufgrund fehlender Prozessor- oder Netzwerkleistungsfähigkeit”, erklärt Paul Grimm, Dekan des Fachbereichs Angewandte Informatik. Verständlich wird dies für den Laien anhand des praktischen Beispiels Baudokumentation, in dem diese Technik angewendet werden kann. Terminabsprachen für Baustellenbegehungen oder umständliche Beschreibungen zum exakten Ort einer Fehlerquelle werden überflüssig, wenn Architekt, Bauherr und beauftragte Firmen, ganz gleich wo sie sich gerade aufhalten, gemeinsam auf ihren mobilen Endgeräten durch die 3D-Ansicht der Baustelle gehen und sich beraten können.

Wie der Name Usability Lab andeutet, liegt ein Schwerpunkt der Forschung auf der Kernkompetenz Usability, zu deutsch Gebrauchstauglichkeit. Wie bei den Projekt FLIN und ProGesture ergeben sich auch hier Kooperationen mit Unternehmen. Diese wenden sich an die Hochschule Fulda um herauszufinden, ob eine Benutzeroberfläche, beispielsweise eines Automaten oder auch einer Webseite, ausreichend benutzerfreundlich ist und gut verstanden wird. Dazu werden die Objekte von den Mitarbeiter und Studenten des Usability Labs mittels Eye Tracking auf ihre Funktionalität überprüft. Als Eye Tracking oder Blickbewegungsmessung bezeichnet man eine Methode, mit welcher der Blickverlauf einer Person sichtbar gemacht werden kann. Eye Tracking eignet sich zur Evaluation interaktiver Anwendungen, mobiler Applikationen oder interaktiver Produkte.  Diese Technik führt zur schnellen Optimierung, spart Zeit und Geld.
Fliegende Studenten, Automaten, die sich nur mit Gesten bedienen lassen, Wizard of Oz-Methode: Trotz moderner Technik und fachlichem Know-how der Agierenden fühlt man sich doch auch ein bisschen im Wunderland, hier im fünften Stock im Gebäude E in Fulda.

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