Friedensforschung

Stefan Peters - Kolumbien am Scheideweg

Prof. Dr. Stefan Peters ist Professor für Friedensforschung an der Justus-Liebig Universität Gießen und Direktor des Deutsch-Kolumbianischen Friedensinstituts CAPAZ.

Es gibt wohl kaum größere, essenziellere Fragen als die nach den Mechanismen von Krieg und Frieden. Stefan Peters hat sich mit diesen Fragen eingehend beschäftigt. Er hat Politikwissenschaft an der Philipps-Universität Marburg und in Madrid studiert und war dann als Assistenz-Professor am Lehrstuhl für Internationale und Intersoziale Beziehungen der Universität Kassel tätig. Seit 2018 ist er Professor für Friedensforschung an der Justus-Liebig-Universität Gießen und Direktor des Deutsch-Kolumbianischen Friedensinstituts CAPAZ in Bogotá. Und dort befand er sich auch zum Zeitpunkt unseres Gesprächs.


Seine aktuellen Forschungsschwerpunkte liegen in der Friedens- und Konfliktforschung mit dem Fokus auf Lateinamerika. Wir unterhalten uns u.a. über den Friedensprozess in Kolumbien. Dort hat die Regierung, nachdem der dortige Bürgerkrieg über ein halbes Jahrhundert angedauert und hunderttausende Opfer gefordert hat, Ende 2016 mit der FARC-Guerilla einen Friedensvertrag geschlossen. Das hat international große Aufmerksamkeit erregt und dem kolumbianischen Präsidenten Juan Manuel Santos den Friedensnobelpreis eingebracht, aber der Weg zu einem wirklich tragfähigen Frieden bleibt mühsam und komplex. Mehr dazu im folgenden Gespräch.