Von Smartphones und Gesundheit - 2

Hochschule Fulda

Projekt Smartphone-Verhalten - Hochschule Fulda

Das Smartphone ist in unserer Gesellschaft ein ständiger Begleiter. Kaum jemand, der sich nicht auf sein „Büro in der Hosentasche“ verlässt. Als Nicht-Smartphone-User wird man mittlerweile ja auch schnell zum Außenseiter bzw. zur Außenseiterin. Zehn Studentinnen der Hochschule Fulda haben sich deshalb der Frage gewidmet, ob das Smartphone-Verhalten Einfluss auf die eigene Gesundheit hat. Dabei fokussierten sie sich weniger auf mögliche körperliche Beeinträchtigungen, sondern gingen vielmehr der Frage nach, welche psychischen Probleme ein bestimmtes Nutzungserverhalten auslösen kann. Im Studiengang „Gesundheitsförderung“ erarbeiteten sie im Rahmen eines Projektes Antworten zu diesem Thema. Das Projekt ist zwar noch nicht abgeschlossen, noch nicht alle 227 Fragebögen sind ausgewertet, doch in einer Gruppendiskussion fand man bereits heraus, dass viele Studierende das Smartphone eher als Nutzen denn als Gefahr sehen.

Um das Thema zu vertiefen, begannen die Forscherinnen mit einer Selbstbeobachtung und waren anschließend erschrocken über sich selbst: Allein in einer Stunde und während einer Vorlesung benutzten sie das Smartphone bereits sechs Mal. Wenn man diese Zahl hochrechnet und den Umstand hinzuzieht, dass der Tag nicht nur aus Vorlesungen besteht, sollten wir uns die Frage stellen, wieviel Zeit wir in unserem Leben dem Smartphone widmen. Doch bevor wir uns über derlei Gedanken Sorgen machen, stellen wir uns zuerst die Frage, was die NutzerInnen selbst zu diesem Verhalten sagen. Eine Befragung unter den Studierenden der Hochschule ergab, dass viele User die Nutzung von Smartphones und deren Möglichkeiten, insbesondere von Health Apps, als motivierend und nützlich für den Umgang mit der eigenen Gesundheit empfinden. Von der ständigen Erreichbarkeit fühlten sie sich weit weniger gestresst als ursprünglich angenommen. Einzig in sozialen Gruppen, also auf einer Party oder beim gemeinsamen Essen, wird die Nutzung des Smartphones als störend empfunden – allerdings nicht die eigene, sondern die der anderen. Mit dieser Erkenntnis müssten sich nun nur noch alle zusammenreißen, und man kann endlich wieder entspannt beisammensitzen. Oder?

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