Ein Motor allein fährt nicht - 1

Technische Hochschule Mittelhessen

THM Motorsport-Team Efficiency - Projekt „Streamliner“

Der Campus Friedberg der Technischen Hochschule Mittelhessen ist überschaubar und deshalb bei vielen Studenten hier sehr beliebt. Die Kursstärken sind in einer Größe, dass man sich untereinander kennt. Es herrscht ein entspanntes und freundschaftliches Miteinander. Für Jan Ewald gab es jedoch noch einen weiteren Grund hier zu studieren: Das THM Motorsport-Team Efficiency Friedberg.

In der Motorsport-Gruppe arbeiten derzeit jedes Jahr über 30 Studenten an einem Fahrzeug, das möglichst wenig verbraucht. Das Projekt nennt sich „Streamliner“ und man tritt jedes Jahr beim Shell Eco Marathon in Rotterdam an, wo sich insgesamt 210 Teams aus aller Welt mit ihren Fahrzeugen einfinden. Ziel des Rennens ist es, mit einem Liter Benzin möglichst weit zu kommen. In diesem Jahr findet das Rennen nun erstmals in London statt, was das Team vor neue Herausforderungen stellt, denn die Londoner Strecke hat einige anspruchsvolle Steigungen.

Louis Hein, Maschinenbaustudent hier an der THM Friedberg und Leiter des Teams „Motor“ beim „Streamliner“ Projekt erklärt uns genauer, worum es geht: „In erster Linie geht es beim Rennen um fahrstrategische Überlegungen. Das Konzept besteht darin, den Motor in der Beschleunigungsphase zu befeuern und dann durch geringen Rollwiderstand möglichst weit zu kommen. Der Rundkurs ist etwa 1,6 km lang und wir versuchen mit drei kurzen Beschleunigungszyklen pro Runde auszukommen. Dabei darf eine Mindestgeschwindigkeit von 25km/h nicht unterschritten werden. Auch das Benzin wird uns vorgegeben, so dass wir keinen Einfluss auf den Wirkungsgrad und die Energieeffizienz des Treibstoffs haben. Das Ganze ist also wesentlich komplexer, als einfach nur ein wirtschaftliches Auto zu bauen. Im letzten Jahr haben wir es auf 1.283 Kilometer gebracht und wurden damit zum vierten Mal in Folge bestes deutsches Team und immerhin Siebtplatzierter in der Gesamtwertung.“

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