Hier wird Zukunft gemacht - 2

Technische Universität Darmstadt

ETA-Fabrik der Technischen Universität (TU) Darmstadt

Fast alle Komponenten der ETA-Fabrik sind über Kabel, Schläuche, Rohrsysteme oder anderweitig miteinander vernetzt: Die Abwärme von Werkzeugmaschinen dient beispielsweise als Antrieb für andere Anlagen, kann im Winter die Halle beheizen oder mittels Sorptionstechnik zur Erzeugung von Kälte dienen. Die Gebäudekonstruktion selbst ist nicht nur vollständig recycelbar, sondern interagiert durch ausgeklügelte Werkstoffe optimal mit Innen- und Außenwelt. Durch diesen fachübergreifenden Blick lassen sich insgesamt rund 40 Prozent an Energie einsparen. Angesichts steigender Energiepreise und zunehmendem Kostendruck ist das ein gewichtiges Argument für die Wirtschaft. Entsprechend beteiligen sich rund 30 Unternehmen mit insgesamt 16 Millionen Euro an dem Projekt. Von Bosch über Siemens bis hin zu großen Automobilherstellern glauben alle an den Erfolg des Konzepts. Auch das Land Hessen sowie das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gehört zu den Förderern.

„Unser Ziel ist es, diese energieeffiziente Modellfabrik zu einem internationalen Leuchtturmprojekt und einer Keimzelle für Innovationen und Technologieentwicklungen werden zu lassen“, fasst Martin die Vision zusammen. Durch diese Pionierarbeit aus der Wissenschaftsstadt Darmstadt profitieren am Ende alle: Das Land, die Universität, die Studierenden sowie die Unternehmen. Und das Interesse ist bereits jetzt enorm: Vertreter aus der Industrie, von Verbänden und anderen Forschungseinrichtungen geben sich die Klinke in die Hand und nutzen die angebotenen Schulungen. Natürlich kommt auch die studentische Ausbildung nicht zu kurz: Neben der praktischen Demonstration in der Fabrik baut das inzwischen achtköpfige Team unter Leitung von Professor Eberhard Abele Vorlesungen und Seminare rund um das Thema auf.

Hier geht's zu Teil 1

Hier geht's zu Teil 3