Bewegt in die Zukunft blicken - 3

Zum Thema
Noah studiert im 5. Fachsemester Mobilitätsmanagement.
„Das Thema Radverkehr boomt momentan regelrecht in der Lehre. Die Module rund um dieses Thema sind sehr gut besucht.“
Prof. Dr. Matthias Kowald beschäftigt sich mit Mobilitäts- und Verkehrserhebungen.
Dem Studiengang stehen "zahllose Instrumente zur Verfügung, um zu erforschen, welche Impulse die Menschen leiten, um sich fortzubewegen.“
Professorin Dr. Martina Lohmeier ist das neueste Mitglied der Fachgruppe und seit April dabei.
Zu viele Autos und Lkw verstopfen die Innenstädte, sorgen für eine immer höhere CO2-Belastung und tragen damit ihren Teil zum Klimawandel bei.
Silas studiert im 5. Fachsemester Mobilitätsmanagement.
Mobilität betrifft uns alle, jeden Tag. Mobilität ist Teilhabe an der Gesellschaft.
    Hochschule RheinMain Bewegt in die Zukunft blicken

    Diesen Fragen widmet sich der Studiengang Fachbereich Mobilitätsmanagement an der Hochschule RheinMain in Wiesbaden. Wer sich für dieses Fach einschreibt, kann die Verkehrswende aktiv mitgestalten. Der Studiengang vermittelt nicht nur verkehrsplanerische Kompetenzen, sondern befasst sich vor allem mit dem Menschen in den Wechselwirkungen von Verkehr, Wirtschaft und Gesellschaft. Hier besteht großer Beratungsbedarf seitens der Privatwirtschaft, Ingenieurbüros und den Kommunen, denn je schneller die Verkehrswende eintritt, desto besser für unsere Umwelt und unsere Gesellschaft.

    Mobilität betrifft uns alle, jeden Tag. Mobilität ist Teilhabe an der Gesellschaft. Das war auch der Grund für Silas, sich hier einzuschreiben. Er kommt aus einer ländlichen Gegend und musste feststellen, dass er ohne Auto dort festsitzt – welches Landkind kennt das nicht. Auf seinen Fahrten zur Schule nach Marburg fiel ihm immer wieder auf, wie schlecht die Ampelschaltungen funktionierten. Von Grüner Welle keine Spur. Das Thema für sein Studium war also gesetzt, und die passende Hochschule fand er hier. Ähnlich ging es auch Noah, der wie Silas im 5. Fachsemester Mobilitätsmanagement studiert. Beide sind begeistert von der Themenvielfalt: „Man lernt hier aus allen möglichen Richtungen etwas“, ist Silas begeistert. Das Studium ist deshalb so breit gefächert, weil Mobilitätsmanagement tief in unsere Gesellschaft eingreift. Und Verkehrsplanung ist nur ein Teil davon, eine große Rolle spielen auch soziologische und psychologische Themen. Denn die Verkehrswende geschieht nicht nur in der Straßenplanung, sondern auch bei den Menschen selbst. Warum fahren sie mit dem Auto? Was wären die Alternativen? Was bringt ihnen das Auto, wo das Fahrrad auch funktionieren würde? Und warum funktioniert das Fahrrad an manchen Stellen eben doch nicht?

    Für diese interdisziplinären Themen braucht man neue Denkansätze, denn die bisherigen Standardlösungen und Regelwerke kommen hier nicht weiter. „Wir wollen junge Menschen ausbilden, die mit Visionen und Ideen kommen und das Festgefahrene aufbrechen“, wünscht sich Professorin Dr. Martina Lohmeier. Sie will eine Zukunft mitformen, in der Verkehr die Umwelt und den Menschen nicht mehr belastet. Mitformen, also praktisch eingreifen, ist ein gutes Stichwort: „Wir haben eigentlich kein Wissensdefizit“, erklärt Professor Dr. André Bruns, „sondern ein Umsetzungsdefizit. Um die Verkehrswende zu schaffen, müssen wir keine neuen Technologien erfinden. Die haben wir schon.“ Es geht vielmehr darum, dieses Wissen beratend in die Welt hinauszutragen. Die Bürger und Bürgerinnen sieht er dabei an vorderster Front. Sie wollen Neues ausprobieren, sie sind bereit, weiß er. „Dazu braucht es aber Planer*innen, die das gut umsetzen können.“ Und die werden hier an der Hochschule RheinMain in Wiesbaden ausgebildet. Damit die Städte wieder lebenswerter und sauberer werden, und damit nachhaltige Fortbewegung auf dem Land keine bloße Idee bleibt. Und die Grüne Welle? „Die funktioniert erst dann wieder, wenn es weniger Verkehr gibt“, sagt Silas. Er will sein Wissen später im Verkehrsverbund oder der Kommune zuhause umsetzen und damit ganz konkret vor Ort die Zukunft mitgestalten.

    Darum studier' ich in Hessen

    Ich studiere gerne an der Hochschule RheinMain, da wir einen praktischen Bezug im Studiengang Architektur haben und somit optimal auf das Berufsleben vorbereitet werden. Außerdem haben wir die Möglichkeit mit ausgebildeten Architekten in Kontakt zu stehen, was besonders in den Projekten hilft.

    Marietheres Marietheres Hochschule RheinMain Hochschule besuchen