Gegessen wird schließlich immer! - 1

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    © Oliver Zarski
    Hochschule Fulda Gegessen wird schließlich immer!

    Der Studiengang zum Wirtschaftsingenieur/in LifeCycle Catering an der Hochschule Fulda

    Mucksmäuschenstill ist es im Sensoriklabor an der Hochschule Fulda. Rund um die große Kücheninsel mit Herd und Spüle stehen drei Studierende – allesamt mit einem weißen Kittel gekleidet. Sobald eine rote Lampe angeht, öffnen sie leise eine in der Trennwand befindliche Klappe und reichen ein Glas mit Traubensaft hindurch. Klappe zu, Lampe aus.

    Auf der anderen Seite sitzen rund 15 Kommilitonen. Jeder an seinem Platz, hinter der eigenen Klappe. Akribisch mustert Melitta Aloschin ihr Glas, riecht an der dunkelroten Flüssigkeit und nippt ganz vorsichtig dran. Noch einmal schaut sie sich den Saft an, nimmt einen weiteren Schluck und notiert etwas auf dem Fragebogen vor ihr. Einer der drei Versuchsleiter gibt über das Mikrofon eine Arbeitsanleitung: „Jetzt stoßt bitte mit eurem Sitznachbarn an und notiert, wie Ihr den Klang findet.“ Denn am Ende sollen die Tester beide Komponenten – Saft und Weinglas – bewerten. „Nicht nur das Auge isst mit“, erklärt Louisa Page. „Unsere ganzen Sinne können ein Genusserlebnis verändern.“ Page ist Lehrkraft für besondere Aufgaben und Laboringenieurin und leitet die heutige Laborübung „Kulinaristik & Sensorik“ im Studiengang Wirtschaftsingenieur/in LifeCycle Catering. „Deswegen servieren Airlines ihren Business Class-Kunden die Getränke auch aus echten Gläsern, während die Economy-Gäste mit Plastik Vorlieb nehmen müssen.“

    Stilvoll nippen oder ordentlich bechern?
    Jeweils drei Studierende hatten sich am Morgen zu einer kleinen Gruppe zusammengeschlossen, gemeinsam eine Fragestellung überlegt und die Versuche inklusive Prüfdesign geplant. Der Phantasie sind dabei kaum Grenzen gesetzt: „Heute Morgen haben wir geschaut, ob Wein bei klassischer Musik anders empfunden wird als bei Rock“, sagt Louisa Page grinsend. Auch hier wurde der Alkohol zwar durch Traubensaft ersetzt, dem voraussichtlichen Ergebnis sollte das aber keinen Abbruch tun.

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