Licht für die Liebe

Hochschule Geisenheim University

Gartenbau (B.Sc.): Entwicklung einer energieeffizienten Pflanzenlampe mit Plasma-Technologie (Hessen-Lampe) an der Hochschule Geisenheim

In Europa blühen im Februar normalerweise Rosen nur in Gewächshäusern. Das war viele Jahre auch kein Problem, bis sich der Blumenhandel an einen alten Brauch erinnerte: den Valentinstag. Dass der „Tag der Liebenden“ nun ausgerechnet auf den 14. Februar fällt und die Herren dazu angehalten sind, ihren Herzdamen rote Rosen als Zeichen der Liebe zu überreichen, könnte uns Konsumenten eigentlich egal sein. Doch allein die 14 bis 16 Wochen des Wachstums der Topfrosen fallen nun ausgerechnet in die dunkelsten Monate des Jahres.
An der Hochschule Geisenheim forscht man deshalb am perfekten künstlichen Licht für ein optimales Topfrosenwachstum. Rosen sind sehr lichthungrige Pflanzen. Sie brauchen am Tag bis zu 20 Stunden Licht, um optimal zu gedeihen – in den Wintermonaten sogar bis zu 22 Stunden. Nicht nur die Dauer und die Intensität dieser zusätzlichen Beleuchtung spielt für das Wachstum und die Blütenentwicklung eine Rolle, entscheidend ist auch die Art des Lichtes. Und so entwickelt man hier an der Hochschule in Geisenheim in Zusammenarbeit mit dem Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH), der Aurion GmbH und der Plasma International GmbH eine besonders energieeffiziente Pflanzenlampe mit Plasma-Technologie, die in einem sonnenlichtähnlichen Spektrum für die gartenbauliche Gewächshausproduktion strahlt. Dieses LOEWE-Projekt wird durch das Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst finanziell unterstützt. Im Vergleich zu den sonst üblichen Assimilationslampen beeinflusst der höhere Anteil an blauem Licht die Blütenfarbe, die Pflanzen wachsen kompakter und haben damit eine bessere Qualität. Die Versuche, die hier im Gewächshaus und in den Klimakammern unternommen werden, stellen die spätere Einsatztauglichkeit für den Gartenbau sicher.