Von Wasserratten und Luftakrobaten - 1

Technische Universität Darmstadt

Sportzentrum der Technischen Universität Darmstadt

350 Jahre ist sie alt, die stattliche Eiche mitten auf dem Gelände des Sportzentrums der Technischen Universität Darmstadt. „Sie ist sozusagen das Wahrzeichen hier“, erzählt Regine Hunsinger. Wenn die stellvertretende Leiterin des Sportzentrums, die selbst als Kind schon hier badete, über das Sportgelände spricht, schwingen stets Stolz und Freude mit. Stolz darauf, dass das vor über 100 Jahren gegründete Unisportzentrum Tradition hat und dennoch heute modernsten Standards entspricht. Freude darüber, dass man ein familiäres Miteinander unter den Angestellten und mit den Studierenden pflegt. Wer sich für die TU Darmstadt als Studienort entscheidet und sportlich aktiv werden möchte, der braucht zunächst einmal Zeit. Um das Angebot aus 150 verschiedenen Sportarten plus die Angebote im unieigenen Fitnessstudio „Uni-Fit“ zu studieren, empfiehlt es sich etwas Geduld zu haben. Und Neugier, denn dann kann man neben den bewährten Angeboten wie Fußball, Tennis, Yoga und Schwimmen vielleicht eine neue Sportart für sich entdecken.
„Bauch, Beine, Po“ war gestern, heute zählt „Kopf, Fuß, Knie“ - zumindest beim Footvolley. Dass dieser lebensfrohe Sport heute auf dem Kursplan in Darmstadt steht, verdanken die Studierenden ihren Kommilitonen Florian Ubrig, 28, und Rico Börner, 23. Bei einem Auslandsaufenthalt in Brasilien infizierten sich beide mit dem Footvolley-Virus. „Ich habe ein Auslandsjahr in Rio de Janeiro gemacht und dort, in Ipanema ist Footvolley der geheime Volkssport“, erzählt Florian Ubrig. Er war so begeistert von der explosiven und schnellen Mischung aus Fußball und Volleyball, dass er die Idee mit nach Darmstadt brachte. „Wir waren so Feuer und Flamme, dass wir Footvolley auch hier anbieten wollten. Wir schrieben ein Konzept, stellten es den Verantwortlichen vor. Die Unterstützung seitens der Unileitung war spitze“, schwärmt der angehende Bauingenieur. Dass Footvolley nicht nur ein sommerliches Lebensgefühl, sondern ein schweißtreibender Sport ist, sieht man den Jungs im Sand nach fünf Minuten an. Kein Wunder, denn spezielle Moves wie der „Shark Attack“ genannte Fuß-Schmetterball am Netz erfordern Körperbeherrschung, Ballgefühl und Kraft. An der Copacabana erfreut sich die Mischung aus Volleyball und Fußball bereits seit den Sechziger Jahren wachsender Beliebtheit, seit 2003 gibt es auch eine europäische Liga. Florian Ubrig und Rico Börner prognostizieren ihrem Lieblingssport aufgrund der spektakulären Ballwechsel für die Zuschauer sowie dem Spaß und dem geringen Verletzungsrisiko für die Spieler eine wachsende Popularität.

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