Demenz und Robotik – wie geht denn das? - 2

Hochschule Fulda

Das Projekt RoboLand an der Hochschule Fulda

RoboLand knüpft an vorherige Drittmittelprojekte der Hochschule Fulda an, die ebenfalls vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wurden. „In EmoRobot, dem Vorgängerprojekt, gingen wir zunächst der Frage nach, wie Personen mit Demenz überhaupt auf Roboter reagieren“, erzählt Prof. Dr. Bleses. Das Ergebnis: Mit Interesse, Neugier und ohne Angst. Entsprechend haben die Verantwortlichen nun die nächsten Schritte in die Wege leiten können. In den jetzigen Fallstudien schauen sie anhand von Beobachtungen, Interviews und Videomitschnitten, welche Auswirkungen der Einsatz der Telepräsenz auf den Alltag der Probanden hat. Auch Fokusgruppen mit Angehörigen und professionellen Leistungserbringern wie Pflegediensten  werden folgen, um für die Analyse eine solide Datenbasis zu haben und zu aussagekräftigen Ergebnissen zu kommen.

Enge Verzahnung von Studium und Forschung
Eine wichtige Rolle in diesem und den vorherigen Projekten spielen die Studierenden – sowohl aus Fulda als auch aus Bonn-Rhein-Sieg. In den beiden Bachelor-Studiengängen „Pflege“ und „Pflegemanagement“ ist der Erwerb von Forschungskompetenz ein zentraler Bestandteil. Jana Landmann und Sonja Zulauf studieren beide im 6. Semester „Pflegemanagement“ und sind als studentische Hilfskräfte im Projekt RoboLand aktiv. Sie unterstützen die Organisation der regelmäßigen Treffen der interdisziplinären Arbeitsgruppen, nehmen an Analysesitzungen und ethischen Fallkonferenzen teil,  verfassen Memos und Protokolle und sind im Forschungsfeld unterwegs. „Ich finde es großartig, dass wir die Theorie aus dem Studium auch in der Praxis mitbekommen“, schwärmt Sonja.

Für Jana ist ein Job in der Pflege ein absoluter Traum – trotz der oft schwierigen Bedingungen. „Meine Mutter hat schon in dem Bereich gearbeitet und ich habe früh über Praktika im Krankenhaus Gefallen daran gefunden“, erinnert sie sich. Um beruflich voranzukommen, entschied sie sich für das Studium in Fulda. „Es ist total abwechslungsreich und bringt mich wirklich weiter.“ Nach dem Bachelor will Jana gerne im Qualitätsmanagement arbeiten. Sonja dagegen sieht ihre Zukunft eher in der Lehre: „Ich möchte einen Masterstudiengang im Bereich Pädagogik für Pflege- und Gesundheitsberufe dranhängen und später in der Ausbildung tätig sein.“

Hier geht's zu Teil 1

In Kürze folgt Teil 3