Lernen im Mittelpunkt - 3

Hochschule Darmstadt

Das neue Architektur-Lernzentrum an der Hochschule Darmstadt

“Wenn ich hier stehe, dann lasse ich nicht Revue passieren, sondern plane schon die nächsten Schritte”, erzählt Fabian P. Dahinten und lässt den Blick durch das Lernzentrum schweifen, während er mit den den Fingern prüfend über einen Kratzer in dem außergewöhnlichen Asphaltboden streicht. Baulich und innenarchitektonisch ist die Gestaltung der Räume fertig, was noch fehlt ist die mediale Ausstattung. “Die ganze Welt wird digitaler, in der Welt der Architektur läuft dieser Prozess sogar noch schneller”, sagt er. “Die virtuelle Realität verändert unsere Entwurfstechnik komplett, weil sie uns so viele neue Möglichkeiten bietet.” Zum Beispiel die Chance durch ein Gebäude zu spazieren, das noch gar nicht existiert. Und die Präsentation dazu ist gespeichert auf einem USB-Stick. Sieht man das neue Lernzentrum als einen Körper, dann fehlt noch das Herz: die Multimedia-Lounge mit Auditorium und Großbildschirm. Statt aufwendig gearbeitete Modelle zu präsentieren, reicht es den USB-Stick anzuschließen und das Projekt vorzustellen. Korrekturen können durch die neue Technik ebenfalls viel einfacher vorgenommen und umgesetzt werden. Auch der lange Flur, der sich am Fuße der Treppe erstreckt, bleibt kein ungenutzter Raum: hier sollen bald schon herausragende Semesterprojekte und Abschlussprojekte ausgestellt werden. Eine weitere Vision, die schon in den nächsten Monaten realisiert werden soll, ist das Außen-Klassenzimmer. Dafür wird der Parkplatz vorm Gebäude verkleinert und so die Aufenthaltsqualität des Durchgangs enorm gesteigert. Im Sommer sollen hier in einer mit fester Möblierung versehenen Seminargruppe Kurse und Workshops stattfinden, bei schönem Wetter schützt ein elektrischer Vorhang die Beamerfläche vor direkter Sonneneinstrahlung, so dass auch draußen Projektionen möglich sind.
 
Fabian P. Dahinten wird selbst noch zwei Jahre seine durchdachte Planung in der praktischen Nutzung im Studienalltag erleben. Dann macht er seinen Master. Und danach? Wohin die berufliche Reise führt, ist noch nicht ganz sicher. Aber eines weiß er: die Chance, die er hier bekommen hat, kriegt man nicht an jeder Hochschule und die Erfahrungen, die er bei diesem Projekt gesammelt hat, kann ihm keiner mehr nehmen.

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