Lernen im Mittelpunkt - 1

Hochschule Darmstadt

Das neue Architektur-Lernzentrum an der Hochschule Darmstadt

Licht strömt durch die bodentiefen Fenster des Glaskubus und erhellt den Raum im Untergeschoss, obwohl es draußen grau und wolkenverhangen ist. Holzelemente verleihen dem Industriechic mit viel Beton und Stahl Eleganz und Wärme, die mit Filz bezogenen Bänke sehen gemütlich aus. Was auch eine moderne Kaffeebar sein könnte, ist in Wirklichkeit das neue Lernzentrum des Fachbereichs Architektur der Hochschule Darmstadt. Praxisnahe Ausbildung und eigenverantwortliches Handeln sind Werte in der Lehre vieler hessischer Hochschulen. An der Hochschule Darmstadt ging man bei der Realisierung des neuen Lernzentrums des Fachbereichs Architektur einen Schritt weiter: Von Beginn an arbeitete ein studentisches Team um die Masterstudenten Fabian P. Dahinten und Katharina Körber an der Planung des Lernzentrums mit. An allen Schritten der Planung bis zum Stellen des Bauantrags waren die beiden Studierenden beteiligt. “Vor zwei Jahren war es noch ein 3D-Modell im Computer und jetzt stehe ich mittendrin” resümiert Fabian Dahinten. Dabei ist es ihm sichtlich anzumerken, wie sehr er sich darüber freut, dass nicht nur er, sondern inzwischen auch seine Kommilitoninnen und Kommilitonen in die Räume laufen, an den Tischen sitzen, seine Realität gewordene Planung anfassen.

Seinen Anfang nahm das Projekt bereits im Jahr 2013 unter Dekan Professor Mathias Lengfeld. Das Gebäude B10 des Fachbereichs Architektur, Ende der 50-er- Jahre errichtet und zwischenzeitlich unter Denkmalschutz stehend, ist ein Hingucker, doch die Kellerräume waren wenig ansehnlich und wurden deshalb nur als Lager genutzt. Ziel war es, den Raum dauerhaft für Studierende nutzbar zu machen. Was sie sich von den neuen Räumen wünschen, wurde in der Fachschaft Architektur abgefragt. „Mehr Platz” war die entscheidende Anforderung, denn die Anzahl der Architektur-Studierenden an der Hochschule Darmstadt wächst kontinuierlich, aktuell sind es über 1000. Im Lernzentrum wurde berücksichtigt, dass die vielen Arbeitsphasen unterschiedliche Umfelder brauchen. Der geschaffene Freiraum bietet im Arbeitsbereich Platz zum Lernen und für studentische Tutorien sowie einen Loungebereich für den ungezwungenen Ideenaustausch.

In Kürze folgt Teil 2