100 Jahre voraus denken - 1

Universität Kassel

Das Kompetenzzentrum für Klimaschutz und Klimaanpassung (CliMA) an der Universität Kassel

„Das ist der Wald von morgen.“ Lisa Haubner strahlt über das ganze Gesicht, als sie akribisch die zarten Triebe von Ahorn und Buchen begutachtet. Sie kniet inmitten vieler, saftig-grüner Sprösslinge in einem Waldgebiet bei Kassel. Genauer gesagt in einem Forst. Denn hier betreibt eine Kommune Forstwirtschaft. „Was hier gerade entsteht, kann man in 80 bis 100 Jahren ernten“, erklärt Lisa. Doch ob aus einem oder mehreren der Bäume einmal ein stattliches Einkommen generiert werden kann, steht in den Sternen. „Beim Forst ist eine langfristige Planung dringend notwendig.“ Denn der Klimawandel spielt bei einem solch großen Zeithorizont schon jetzt eine wichtige Rolle: „Wir müssen uns so gut wie möglich auf die Veränderungen vorbereiten, die in den nächsten Jahrzehnten kommen werden“, sagt Lisa mit einigen Denkfalten im Gesicht.

Gemeinsam dem Klimawandel begegnen
Wie das funktionieren kann, darüber hat Lisa vor kurzem ihre Masterarbeit im Studiengang „Nachhaltiges Wirtschaften“ geschrieben. Das Thema hat sie sich selbst erarbeitet – aus den Anforderungen des Projekts KLIMWALD, auf das sie in ihrer Funktion als studentische Hilfskraft stieß im Kompetenzzentrum für Klimaschutz und Klimaanpassung (CliMA) der Universität Kassel. Hier arbeiten Wissenschaftler in interdisziplinären Gruppen daran, Erkenntnisse und Lösungsansätze für eines der weltweit dringlichsten Probleme zu sammeln: Den Schutz des Klimas und die Anpassung an die Veränderungen, die mit der Erderwärmung auf die Menschheit zukommen. „Nach dem Motto „Forschung, die verändert“ ist es uns wichtig, dass die Universität ihre Kompetenzen einbringt, um an der Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen mitzuwirken“, sagt Christian Henschke. Dazu fungiert CliMA als Vernetzungszentrum für die Kooperation der Universität Kassel mit Partnern aus Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft. Im Projekt KLIMWALD waren nicht nur mehrere Bereiche der Universität Kassel eingebunden, sondern auch Vertreter vom HessenForst bzw. dem Forstamt Wolfhagen, die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt, insgesamt vier Kommunen aus dem Landkreis Kassel sowie viele weitere Leute vor Ort.

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