Die „Grüne Welle“ reiten - 1

Frankfurt University of Applied Sciences

Betonkanu-Bau an der Frankfurt University of Applied Sciences (FRA-UAS)

Aus dem modernen Stadtbild ist Beton nicht wegzudenken. Schätzungsweise 19 Milliarden Tonnen werden derzeit weltweit verbraucht – pro Jahr. Schon die alten Römer wussten die Mischung aus Zement, Sand und Wasser zu schätzen und errichteten Theater, Tempel und kilometerlange Aquädukte aus Beton.

Aber was für Brücken, Häuser und Tunnel selbstverständlich ist, erscheint auf der Wasseroberfläche wenig sinnvoll. Doch Studierende der Frankfurt University of Applied Sciences (UAS) sehen das anders. In einem interdisziplinären Projektteam bauen sie ein Kanu – aus Beton. Und damit sind sie nicht allein: Insgesamt mehr als 50 Teams haben sich bereits für die Teilnahme an der 16. Deutschen Betonkanu-Regatta angemeldet, die am 9. und 10. Juni 2017 in Köln stattfindet. Veranstalter ist die Deutsche Zement- und Betonindustrie. „In unserem Projekt geht es zunächst darum, praktische Erfahrungen mit dem Baustoff zu machen und so die theoretischen Grundlagen aus dem Studium anzuwenden“, sagt Dr. Petra Rucker-Gramm, Professorin für Baustoffe, Bauphysik, Bauwerkserhaltung und Ressourcenoptimiertes Bauen.


Nachhaltigkeit als oberste Prämisse
Daneben stehen die ganz speziellen Herausforderungen des Auftrags im Mittelpunkt. Denn neben dem sportlichen Wettbewerb gibt es auch Preise für Kreativität oder im Bereich Konstruktion. Und genau da wollen die 13 Frankfurter Studierenden aus dem Bachelor im Bauingenieurwesen bzw. dem Masterstudiengang ‚Zukunftssicher Bauen‘ in diesem Jahr besonders punkten: „Zielführend war der Gedanke, zu zeigen, dass sich ein Betonkanu auch rundum nachhaltig bauen lässt“, erklärt Allegra Joelle Vogel. Sie ist Masterstudentin und zugleich Teamkapitän. Entsprechend waren Aspekte wie Ressourcenknappheit, Energieaufwand, Transportwege und Emissionen zentrale Themen im gesamten Entwicklungsprozess – das alles unter Berücksichtigung der Auswirkungen auf den Klimawandel. "Außerdem greifen wir mit dem nachhaltigen Bauen gleichzeitig auch einen Trend der Branche auf.“

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