Kneten, Mixen und Backen - 2

Hochschule Fulda

Lebensmitteltechnologie an der Hochschule Fulda

Während sich eine Gruppe mit krustenlosem Brot oder Kartoffelkeksen auseinandersetzen, dreht sich bei Regina alles um Pilze, genauer gesagt: Shiitake. Diese getrockneten Spezialitäten züchten die Mitarbeiter aus dem ‚antonius – Netzwerk Mensch’ – eine soziale Einrichtung für Menschen mit Behinderung. „Unsere Aufgabe ist es jetzt, verschiedene Produktideen zu entwickeln und umzusetzen, um mehr Abnehmer für die Pilze zu bekommen“, erklärt Alica Schneider, die mit zwei weiteren Kommilitonen ebenfalls in der Gruppe von Regina ist. In den letzten Wochen hieß es immer wieder: Gemeinsam Ideen entwickeln, testen, wieder verwerfen, neue Ansätze ausprobieren. „Aktuell arbeiten wir unter anderem an Nudeln und Pesto – beides aus Shiitakepilzen“, so Alicia. Zunächst stand natürlich der Geschmack im Fokus. Als die Gruppe damit zufrieden war, ging es an die Optik. „Wir haben die Nudeln schwarz eingefärbt – das sieht appetitlicher aus.“ Jetzt liegt die heutige Produktion verteilt auf drei Backbleche in einem Regal zum Trocknen aus. Auch die Konsistenz musste das Team und Professor Schmitt überzeugen. Schließlich soll am Ende alles perfekt zusammen passen. Außerdem arbeiten die vier Studierenden an einem Brotaufstrich und Wraps.

Wirklich fürs Leben lernen
„Dass wir hier nicht nur Theorie lernen, sondern auch immer alles praktisch anwenden – das macht für mich den Reiz des Studiums aus“, sagt Alica. Zuletzt absolvierte sie ein Praktikum im Qualitätsmanagement bei Katjes. „Das hat mich noch einmal bestärkt, dass ich das Richtige studiere und genau in diesem Bereich möchte ich später gerne mal arbeiten.“ Regina sieht nicht nur mit ihrem Teig, sondern auch ihrer Entscheidung zufrieden aus: „Ich habe immer schon gerne gekocht und gebacken. Zudem wollte ich gerne was Technisches studieren.“ In Fulda kann sie nun beides miteinander kombinieren. „Außerdem lernen wir hier viel, was man auch im Alltag nutzen kann.“ Der eigene Alltag hat sich durch das Studium bereits verändert: „Man ernährt sich schon bewusster und schaut schon mal genauer auf die Zutatenliste der einzelnen Produkte“, gesteht Alica mit einem Grinsen.

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