Moving Plants - 3

Zum Thema
Eingang zum Palmengarten Frankfurt in der Siesmayerstraße
Verschiedene Blumen in Vasen bei der Ausstellung Moving Plants
Eine Kuratorin der Ausstellung Moving Plants vor einem Exponat
Videoprojektion einer Blüte bei der Ausstellung Moving Plants im Frankfurter Palmengarten
Besucher bei der Ausstellung Moving Plants im Frankfurter Palmengarten
Eine Vase mit Blumen als Exponat bei der Ausstellung Moving Plants im Frankfurter Palmengarten
Ein junger Mann fotografiert ein Exponat mit seinem Smartphone
Bunte Blüten bei der Ausstellung Moving Plants im Frankfurter Palmengarten
    Goethe-Universität Frankfurt Moving Plants

    Dies zeigt gut den Geist dieser Kooperation zwischen einer der größten Universitäten Deutschlands und der kleinen Städelschule. Pro Jahrgang gibt es über 100 Bewerbungen, erzählt uns Leonie Schmiese, Masterstudentin der Curatorial Studies, und nur rund ein Zehntel davon werden angenommen. Warum also sich bei so bescheidenen Chancen dort überhaupt bewerben. „Für mich ist dieser Masterstudiengang hier herausgestochen, eben weil es diese Kooperation gibt. Weil ich eben nicht nur kuratieren lernen, sondern auch gesellschaftswissenschaftliche Theorien diskutieren wollte“, betont Johanna Weiß. Der thematische „Reichtum an der Goethe-Uni“ war für sie ausschlaggebend, obwohl sie auch gern an der Städelschule ist: „Die Städelschule ist ein Ort, an dem ganz viel Wissen zusammenkommt.“

    Beide kommen aus der Kulturwissenschaft, und auch das ist ein Kennzeichen der Curatorial Studies in Frankfurt: Der Studiengang steht nicht nur im Zeichen der Internationalität, sondern auch der Interdisziplinarität. Neben den Künstlerinnen der Städelschule beteiligen sich seitens der Goethe-Universität die Kunstgeschichte, an der der Masterstudiengang angesiedelt ist, Philosophie, Ethnologie und Geschichtswissenschaft an diesem Studiengang. Es gibt also ein reiches theoretisches Angebot, wobei man sich für eine fachdisziplinäre Vertiefung entscheiden muss. Aber auch die Praxis kommt nicht zu kurz. Neben wöchentlichen Seminarbesuchen in den Kooperationsmuseen in den beiden ersten Semestern ist es Teil des zweijährigen Masterstudiengangs, eine eigene Ausstellung auf die Beine zu stellen. Hierbei lernen die Studierenden sehr viel. Neben der Kommunikation mit Künstlerinnen und Organisator*innen stehen sie am Ende auch direkt vor Publikum: „Vor Publikum zu sprechen ist im Beruf Kuratorin gewünscht. Ich musste mich aber erst dran gewöhnen“, gesteht Johanna Weiß. Und Leonie Schmiese ergänzt: „Das ist erst eine Überwindung, macht aber auch großen Spaß.“ Mit einem Publikum zu sprechen ist auch sehr wichtig für sie: „Man spricht ganz anders über die Sachen.“ Durch den Dialog mit dem Publikum gewinnt man immer wieder neue Perspektiven auf die ausgestellten Kunstwerke. „Es geht darum, alle Leute einzufangen, aber gleichzeitig zu sagen: Hey, ihr könnt auch selbst überlegen!“

    Genau das macht die Curatorial Studies in Frankfurt aus: Die Zusammenführung und Auseinandersetzung unterschiedliche Standpunkte und Perspektiven.