„Ich möchte etwas bewegen mit der Art, wie ich denke.“ - 1

Zum Thema
Olinga Ok von der Kunsthochschule Kassel
An der Kunsthochschule Kassel studieren rund 1.000 Studierende in den Studiengängen Bildende Kunst, Visuelle Kommunikation, Produktdesign, Kunstpädagogik und Kunstwissenschaft.
Ein Exponat im Werkraum an der Kunsthochschule Kassel.
Die drei Studentinnen verbindet mittlerweile mehr als nur ihr Studium an der Kunsthochschule Kassel. Sie sind echte Freundinnen geworden und treffen sich hier in einem der vielen Werkräume, die ihnen für ihr Studium zur Verfügung stehen.
Olinga Ok studiert Produktdesign im 13. Semester an der Kunsthochschule Kassel.
Die drei Freundinnen Olinga, Annika und Sabine studieren an der Kunsthochschule Kassel.
Sabine Boger studiert an der Kunsthochschule Kassel Produktdesign und möchte später als freie Art Direktorin tätig sein.
Annika´s Interessen liegen im Möbel- und Industriedesign. Ihre Zukunft sieht sie dabei im Produktdesign.
Annika schneidet Papier im Werkraum der Kunsthochschule Kassel.
Annika studiert Produktdesign an der Kunsthochschule Kassel.
    Universität Kassel „Ich möchte etwas bewegen mit der Art, wie ich denke.“

    Die Kunsthochschule Kassel, an der rund eintausend Studierende in den Studiengängen Bildende Kunst, Visuelle Kommunikation, Produktdesign, Kunstpädagogik und Kunstwissenschaft studieren können, zählt sie zu den wenigen künstlerischen Hochschulen in Deutsch­land mit Universitätsstatus. Hier in Kassel möchte man künstlerische und gestalterische Freiheit mit wissenschaftlichem Denken vereinen und den Studierenden ermög­lichen, Kunst und Gestaltung aus verschiedenen Blickwinkeln kennenzulernen.

    Annika studiert ebenfalls Produktdesign an der Kunsthochschule und ihr ging es ähnlich: „Ich bin auch eher zufällig ins Studium gestolpert. Kreativ war ich eigentlich schon immer, so lange ich denken kann. Das dann mit einem Studium zu verbinden, war für mich ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.“ Dreizehn Semester später erscheint sie mit einer von ihr designten Karaffe sogar in der Vogue. Annika winkt jedoch bescheiden ab: „Es war eher Zufall. Wir hatten eine Professorin, die mal in der Vogue war und der Autor des Artikels fand interessant was sie macht und wollte ein paar ihrer Arbeiten kennenlernen. Ich hatte das Glück, dass sie mich dann mit meiner Karaffe gefragt hat…“ lacht sie.

    Und auch ihre Kommilitonin Olinga, ebenfalls im 13. Semester, kam auf verschlungenen Wegen zum Produktdesign: „Bei mir ist das eine etwas verrücktere Laufbahn“, fügt sie an. Nach einer Ausbildung zur Friseurin merkte sie: „Handwerk ist zwar cool, aber mir wurde der Job schnell zu eintönig.“ Es folgten Fachabitur im Bereich Gestaltung und vier Semester Physik an der Universität Kassel. „Physik war mir zu theoretisch. Ich bin kreativ und mache gern was mit den Händen, wollte aber die handwerklichen Tätigkeiten mit Kopfarbeit verbinden. So bin ich dann letztendlich zum Produktdesign gekommen.“

    Die drei Studentinnen verbindet mittlerweile mehr als nur ihr Studium an der Kunsthochschule Kassel. Sie sind echte Freundinnen geworden und treffen sich hier in einem der vielen Werkräume, die ihnen für ihr Studium zur Verfügung stehen. Hier werden viele Ideen gesponnen, entwickelt und umgesetzt. Wohin man blickt, finden sich begonnene Exponate, Skizzen und kleine Kunstwerke. Anhand der Arbeiten kann man nur erahnen, wie breit der Studiengang aufgestellt ist. Er verbindet Ästhetik, Erfindungsgeist, Abwechslung und den Wunsch, Dinge so zu gestalten, dass sie den Menschen nützen. „Design gibt uns emotionale Heimat.“ hat der Designer Gordon Wagener einmal gesagt. Schöner kann man die Aufgabe von Produktdesign wohl nicht auf den Punkt bringen.