Narkose-Simulationen und Kopf-Phantome - 3

Justus-Liebig-Universität Gießen

Simulationszentrum für Anästhesiologie, Notfall- und Intensivmedizin an der Justus-Liebig-Universität Giessen

Die Narkose ist und bleibt für mich ein Mysterium. Ich erinnere mich, wie ich als Kind unter einer Lachgas-Haube einschlief und gefühlte zwei Minuten später wieder aufwachte, allerdings fertig operiert und Stunden später. Seit meiner letzten OP sind 20 Jahre vergangen, und die Anästhesie hat sich weiterentwickelt. Lachgas setze man zwar hin und wieder immer noch ein, doch seien inzwischen neue Strategien dazugekommen. Hier im Simulationszentrum der Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie an der Justus-Liebig-Universität Gießen lernen die angehenden Mediziner unter der Supervision von erfahrenen Anästhesisten und Intensivmediziner der Klinik wie Daniel Baier, Marcus Mülich oder Valesco Mann verschiedene Möglichkeiten der Anästhesie kennen. So versetzt man beispielsweise einen verunfallten Patienten anders in Narkose als einen nüchternen, vorbereiteten Patienten. Wobei die Patienten im Simulationszentrum durch lebensechte Simulatoren ersetzt werden. Im gesamten Studium besuchen die Studierenden das Simulationszentrum insgesamt drei Mal, einmal davon für das Narkose-Training.
Die Justus-Liebig-Universität in Gießen ist eine von drei Universitäten in Hessen, an denen ein Medizinstudium absolviert werden kann. Warum sollte man denn gerade in Gießen studieren, will ich wissen und bekomme von den angehenden MedizinerInnen hier – wie so oft – die Vorteile kleinerer Institute aufgezählt. Man kenne sich hier gut, die Semesterstärke von etwa 140 Studierenden im Fachbereich Medizin ist überschaubar und die damit einhergehenden Vorteile überwiegen. „Man hat halt kurze Wege“, höre ich. Apropos „Kurze Wege“: Gießen als Stadt ist genau dafür bekannt: „Die Stadt der kurzen Wege.“ Alles hier ist eigentlich gut mit dem Fahrrad erreichbar, was auch für das Lernen von Vorteil sein kann. Das Klinikum liegt zentral, und in den Pausen zwischen den Vorlesungen kann man mal eben schnell nach Hause radeln.

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