Ein Motor allein fährt nicht - 2

Technische Hochschule Mittelhessen

THM Motorsport-Team Efficiency - Projekt „Streamliner“

Luis Hein, 21 Jahre alt und Maschinenbaustudent an der THM Friedberg ist seit etwa 1,5 Jahren beim Projekt „Streamliner“ dabei. In diesem Projekt wird von 30 Studenten ein Auto entwickelt, das mit einem Liter Benzin möglichst weit fährt. Die Studenten sind fast jeden Tag in der Werkstatt und tüfteln. Louis Hein erzählt uns, wie er nach Friedberg kam: „Ich hatte eigentlich einen Studienplatz in Frankfurt und habe dort angefangen, International Business zu studieren. Aber irgendwie habe ich gemerkt, dass ich am Ende des Tages etwas brauche, was ich in die Hand nehmen kann. Nur mit trockener Theorie kann ich nicht viel anfangen. Ich habe das Studium in Frankfurt dann abgebrochen und bin nach Friedberg gewechselt. Hier gefällt mir vor allem der praktische Bezug.“ Friedberg, so erzählt er uns weiter, sei für ihn der perfekte Studienort, weil hier das Miteinander eine größere Rolle spiele als andernorts. Er hebt vor allem die überschaubaren Kursstärken hervor und natürlich die Möglichkeit, hier in der Motorsport-Gruppe mitarbeiten zu können.

Das Streamliner-Team, welches bereits 2010 gegründet wurde, konnte im letzten Jahr zum ersten Mal auf einen Motor zurückgreifen, der hier an der THM im Rahmen einer Bachelor-Arbeit entwickelt wurde. Bei diesem Motor wurden Verbrennung und Hub optimal auf das Ziel eines möglichst geringen Verbrauches ausgerichtet. Mit Erfolg: Das Team konnte beim Shell Eco Marathon immerhin den siebten Platz unter weltweit 210 Teams erreichen. Natürlich ist das nicht nur der Erfolg des Motors. „Nur der Motor allein fährt nicht“, wirft sein Kommilitone Sven Schmidt ein. Er studiert hier an der THM bereits im achten Semester und entwickelt das Chassis des Streamliners. Er ist froh, dass er dabei auf die Unterstützung der ortsansässigen Firma Schunk zurückgreifen kann, die sich maßgeblich bei der Verarbeitung von Kohlefasern im Chassis einbringt. „Ohne die Unterstützung solcher Unternehmen wäre dieses Projekt für uns nicht finanzierbar.“ erzählt Sven. Aber auch für Schunk ist das Engagement an der THM von Nutzen, denn wo kann man besser neue und kompetente Ingenieure finden, als in der Zusammenarbeit bei einem solchen Projekt? Die Kooperation ist also fruchtbar für beide Seiten.

Hier geht's zu Teil 1

Hier geht's zu Teil 3