Die Revolution des Flugwesens? - 1

Technische Universität Darmstadt

Das Projekt Wingcopter - TU Darmstadt

Quad-Copter erfreuen sich ja im Moment einer immer größer werdenden Beliebtheit. Diese kleinen, ferngesteuerten Drohnen werden mittlerweile bei einer ganzen Reihe von Anwendungen eingesetzt. So finden sie beispielsweise als Foto-Drohne immer mehr Fans unter den Fotografen, denn die Vorteile gegenüber Flächenflüglern scheinen auf den ersten Blick klar auf der Hand zu liegen: Sie sind dynamischer, beherrschen Standflug und brauchen keine Start- oder Landebahn. Doch im Gegensatz zu Flächenflüglern, haben sie nur eine begrenzte Reichweite. Auch hinsichtlich Geschwindigkeit und Energieeffizienz sind sie einem Flächenflügler klar unterlegen. Es wurde also Zeit, diese Lücke zu schließen und die Vorteile beider Flugzeugklassen zu nutzen.

Jonathan Hesselbarth, der an der TU Darmstadt seinen Master in Maschinenbau macht, schliesst diese Lücke mit seinem Wingcopter - einer völlig neuen Flugzeugklasse, die bereits während der Entwicklung nicht nur hier an der Hochschule für viel Furore sorgt. Der Wingcopter erinnert auf den ersten Blick an ein Flugzeug mit vier Hubschrauber-Propellern. Er kann senkrecht starten und sich dann in der Luft in ein Propellerflugzeug verwandeln. Das Prinzip ist schnell erklärt: Die nach oben gerichteten Propeller werden beim Start - ganz wie bei einem Quad-Copter - für den Auftrieb genutzt und in der Luft auf Knopfdruck nach vorn geneigt. Der Wingcopter nutzt dann die vorhandenen Flügel als Auftriebsfläche und die Propeller nunmehr als Antrieb. Der Wechsel zurück in den Standflug ist dann ebenso einfach. Diese Schwenktechnik macht den Wingcopter einzigartig und flexibel und eröffnet völlig neue Anwendungsbereiche.

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