Wie konstruiert man ein Rennmotorrad? - 2

Technische Hochschule Mittelhessen

Dr. Klaus Herzog ist Professor für Fahrzeugtechnik an der THM in Gießen und hat sich - zusammen mit einer Gruppe von etwa 15 Studierenden - das Ziel gesetzt, ein Rennmotorrad zu bauen. „Wir haben im ersten Schritt die Benchmarks gesetzt, die Eckwerte der Konstruktion festgelegt und die Aufgabenbereiche an die Studierenden verteilt.“  Die Studierenden suchen sich dabei ihren Aufgabenbereich meistens selbst aus - je nach Interessenlage. Einer davon ist Alex. Der 22 Jahre alte Maschinenbaustudent wollte immer schon Ingenieur werden und hat schon als Kind zusammen mit seinem Onkel an Mofas geschraubt. „Dabei zu sein, wenn solch eine Maschine von Null an hier an der THM aufgebaut wird, ist ein seltener Glücksfall. Normalerweise steigt man ja in bestehende Projekte ein und lässt sich von den Teammitgliedern des laufenden Teams in die Konstruktion der Maschine einweisen.“ 

Alex träumt davon, nach seinem Studium in einem Rennteam arbeiten zu können. Er sieht hier bei diesem Projekt für sich eine wunderbare Chance. Zusammen mit Jannis, der in Friedberg Mechatronic studiert, grübelt er an diesem Morgen in der Werkstatt über den Kontruktionsplänen. „Der Bauraum des Motorrades ist knapp.“ erklärt er schmunzelnd. „Mit jeder Woche, die wir an der Konstruktion sitzen, entdecken wir neue Bauteile, die wir noch unterbringen müssen.“

Prof. Dr. Klaus Herzog achtet darauf dass sich das Team nicht verrennt: „Das Problem ist immer, dass man sich am Anfang zu viel neues vornimmt. Meine Priorität ist zuverlässige Technik. Ich möchte, dass unsere Maschine sicher ins Ziel kommt.“

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