Theorie und Praxis im Miniatur-Walzwerk - 1

Universität Kassel

Unsere Anreise zur Universität Kassel stellt uns durchaus vor Herausforderungen. Der riesige, zentrale Campus am holländischen Platz erwartet den Besucher mit unzähligen Gebäuden und Eingängen. Mehr als 25 000 Studierende, über 3000 Mitarbeiter und 367 Professuren zeugen von der Erfolgsgeschichte dieser beeindruckenden Universität – der nördlichsten in Hessen.

Wir sind verabredet mit Frau Dr. Ursula Weidig und Herrn Emad Scharifi. Die beiden betreuen hier unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. habil. Kurt Steinhoff die Studierenden am Institut für Produktionstechnik und Logistik, Fachgebiet Umformtechnik. Heute steht ein praktischer Versuch im Umformtechniklabor auf dem Plan, der vom wissenschaftlichen Mitarbeiter Herrn Zihni Yazici geleitet wird. Eine Handvoll Studenten haben sich an diesem Morgen eingefunden und gibt uns zunächst einen Einblick in ihre thematische Einarbeitung. Am Versuchsstand – einem Duo-Walzwerk – sollen sich die Studenten im Laufe dieses Tages praktische und theoretische Erkenntnisse zum industriell bedeutsamen Umformverfahren des „Flach-Längswalzens“ erarbeiten. Einer von ihnen, Steffen Lotz, studiert Wirtschaftsingenieurwesen im Master und erzählt uns, dass ihn vor allem diese praktische Ausrichtung der Studiengänge hier an der Uni in Kassel gereizt hat: „Die erlernten theoretischen Grundlagen werden durch Versuche wie diese sehr gut vertieft. An konkreten Anwendungsbeispielen zu lernen und die Prozessgrößen in einem Versuch zu erarbeiten ist für mich ein wichtiger Baustein für das Verständnis der physikalischen Zusammenhänge.“

In Kürze folgt Teil 2