„Gegessen wird schließlich immer!“ - 2

Hochschule Fulda

Der Studiengang zum Wirtschaftsingenieur/in LifeCycle Catering an der Hochschule Fulda

Die Durchführung der Versuche erfolgt konzentriert, nur zwischendurch fliegen kleine Witzchen und Sprüche durch den Raum. Man kennt sich in Fulda – und speziell im Studiengang Wirtschaftsingenieur/in LifeCycle Catering. Manche der vier Jahrgänge bestehen aus weniger als zehn Kommilitonen. Und das hat seinen Grund: Der Fachkräftemangel ist ein großes Problem in der Branche – dem sogenannten „Außer-Haus-Markt“. Hierzu zählen Fachplaner von Großküchen, Großküchenfachhändler, Gerätehersteller sowie Verpflegungseinrichtungen und Vertreter der Systemgastronomie. Um mehr junge Menschen für die Branche zu begeistern und diesen eine entsprechende Qualifikation durch eine Kombination aus Studium und Praxiserfahrung zu ermöglichen, haben die Verantwortlichen in Fulda den Studiengang vor vier Jahren ins Leben gerufen „Unser Ziel war es, ein optimales duales Angebot für kleine und mittelständische Unternehmen zu entwickeln“, erklärt Studiengangsleiterin Prof. Dr. Stephanie Hagspihl. So waren die entsprechenden Verbände sowie Vertreter diverser Betriebe in die Planungen stets eingebunden.

Unikat made in Fulda
Herausgekommen ist ein in Deutschland einzigartiger Studiengang, der sowohl die technischen als auch betriebswirtschaftlichen Anforderungen der Branche abdeckt. „Wir haben den Studiengang so konzipiert, dass wir nur drei Präsenzphasen von jeweils zwei Wochen pro Semester haben“, erklärt Prof. Stephanie Hagspihl. Die restliche Zeit verbringen die Studierenden im Normalfall in einem einzigen Heimat-Betrieb und durchlaufen hierbei in der Regel mehrere Stationen. Je nach Unternehmen zum Beispiel im Einkauf, der Produktion, der Planung und Beratung, dem Marketing, der Forschung & Entwicklung oder im Qualitätsmanagement.

Alisa Schwalb arbeitet bei der Lacher Großküchen GmbH und wohnt vor Ort in Darmstadt. Zu den festen Hochschulzeiten sucht sie sich oft über AirBnB eine Unterkunft in Fulda – zur Not muss es auch mal ein Hotel sein.  Mit ihrem Studium ist sie sehr zufrieden: „Ich wollte unbedingt eine duale Ausbildung machen und dabei Technik und Wirtschaft verknüpfen.“ Genau mit diesen Stichworten stieß sie in ihrer Internetrecherche auf ihr jetziges Unternehmen, bewarb sich und konnte vor vier Semestern starten. Einen Bezug zu Großküchen hatte Alisa ebenfalls, da sie länger schon im Nebenjob in der Gastronomie tätig war.

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