Schlaue Füchse - 2

Hochschule Darmstadt

Nachhaltigkeitsprojekte an der Hochschule Darmstadt

Nicht nur bei ToxFox wird das Thema Nachhaltigkeit in Darmstadt groß geschrieben. Ende November 2017 wurde die h_da vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der Deutschen UNESCO-Kommission als herausragender Lernort für Nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet. In ihrem Urteil lobte die Jury den besonderen innovativen Charakter bei der Umsetzung und den beispielhaften Whole-Institution-Approach der beteiligten Hochschulakteure, die sich in der von Dr. Silke Kleihauer koordinierten „Initiative Nachhaltige Entwicklung an der h_da“ (I:NE) zusammengefunden haben. Einer, der genau weiß, was das in der Praxis bedeutet, ist Simon Winkler-Portmann. Er hat sich nach seinem Bachelor in Energiewirtschaft für den Masterstudiengang RASUM entschieden. RASUM steht für Risk Assessment and Sustainability Management. “Der Nachhaltigkeitsaspekt war mir persönlich schon immer wichtig. Aber durch das, was wir hier lernen, sehe ich, welchen Weg die Gesellschaft gemeinsam gehen muss.” Fachkräfte mit dieser Sichtweise und den Fähigkeiten naturwissenschaftlich-technische mit organisatorischen und ökonomischen Perspektiven zu verknüpfen, sind immer häufiger und dringlicher in Unternehmen gefragt. Deshalb lernen die Studierenden, systematisch und strukturiert mit Risiken und Chancen umzugehen und die hierfür zur Verfügung stehenden Methoden und Instrumente einzusetzen. So können sie später kreative Potenziale einer Organisation für ein proaktives Nachhaltigkeitsmanagement freisetzen und die dazu notwendigen Veränderungsprozesse einleiten.

Der Studiengang RASUM vermittelt analytische und strategische Fähigkeiten, die es erlauben, vermeintliche Systemgrenzen zu überschreiten und dabei auch sozialpsychologische und gesellschaftliche Aspekte zu integrieren. Durch diese Verbindung aus Risiko-Analyse und Nachhaltiger Entwicklung ist der Studiengang einmalig in der deutschen Hochschullandschaft. Die beruflichen Chancen sind vielseitig, sie reichen von Führungspositionen in der Produktinnovation bis zu wissenschaftlicher Politikberatung. Simon Winkler- Portmann weiß schon, was er machen möchte. Zwar könnte er sich auch vorstellen, im Risiko-Manangement zu bleiben, aber ein Elektrifizierungsprojekt in Afrika ist ihm eine Herzensangelegenheit. “Erster Schritt ist ein Solarkiosk in einer Gegend ohne Stromversorgung, an welchem die Menschen ihr Handy laden oder eine Solarlampe ausleihen können. Dann gilt es langfristig eine Energieversorgung über Inselnetze aufzubauen, um zum Beispiel Dieselgeneratoren abschaffen zu können. Aber das ist ein kleinteiliger Prozess, den man Schritt für Schritt und vor allem gemeinsam mit der Bevölkerung gemeinsam gehen muss.” Das fachliche Handwerkszeug für eine erfolgreiche Realisierung seiner Herzensangelegenheit hat Simon Winkler-Portmann in seinem Studium zweifelsfrei erhalten.

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