Zukunft gestalten, Wissen schützen - 1

Technische Universität Darmstadt

Beeindruckende Forschung an der TU Darmstadt für die vierte industrielle Revolution

Die vierte industrielle Revolution hält langsam, aber stetig Einzug in deutsche Fabriken. In der ‚Industrie 4.0’ geht es in erster Linie um Kommunikation und Vernetzung: Im perfekten Zusammenspiel zwischen moderner Software und optimierten Maschinen muss der Mensch die Produktion nur noch steuern und überwachen. So die Theorie. Doch hierfür müssen noch viele Rädchen ins Rollen gebracht werden. An der Technischen Universität (TU) Darmstadt können die Besucher bereits jetzt einen Blick in die Zukunft werfen. Im Forschungslabor am Fachbereich Datenverarbeitung in der Konstruktion (DiK) zeigen die Wissenschaftler anhand verschiedener Demonstratoren, woran aktuell geforscht wird und welche Ergebnisse bereits existieren.


Der digitale Zwilling
Ein wesentlicher Denkansatz der Forscher stützt sich auf die effiziente Steuerung in der Produktion. Und klingt für den Laien zunächst mal nach doppelter Arbeit. Für jedes Bauteil entsteht ein ‚digitaler Zwilling’, das heißt es wird vollständig auf der virtuellen Ebene nachgebaut. „So können wir gesamte Fertigungsprozesse nicht nur nachverfolgen, sondern zum Beispiel auch geplante Änderungen bereits im Vorfeld testen und validieren“, erklärt Thiago Weber Martins, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am DiK. Die Vorteile: In der realen Fabrik werden später so Standzeiten verringert, die sogenannte Echtzeitfähigkeit erhöht und die Effizienz gesteigert.


Zudem arbeiten die DiK-Spezialisten ab Januar 2018 im LOEWE-Schwerpunkt ‚Software-Factory 4.0’ gemeinsam mit Fachgebieten aus dem Bereich Informatik daran, Programme für die Fabriken der Zukunft zu entwickeln. „Gerade in diesem Bereich ist sehr komplexe Software-Entwicklung gefragt“, so Thiago. „Unser Ansatz ist es, bestehende Programme an die Herausforderungen in der Industrie anzupassen und weiterzuentwickeln, anstatt sie komplett neu zu programmieren.“

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